Geländespiele – Pizzaflitzer, Fahndl stehln & Co

 

Spiele für Action und Teamgeist im Freien

Raus ins Gelände und los geht’s! Bei diesen Spielen wird gerannt, versteckt, getrickst und im Team alles gegeben. Ob wilde Verfolgungsjagden oder knifflige Aufgaben – hier ist für jede:n etwas dabei. Geländespiele bringen Bewegung, Spannung und ganz viel Spaß in die Gruppe.

 

Drei Sterne General

Dauer: 45 Minuten
Du brauchst: 2× vorbereitete Kärtchenstapel (Strich 1–10, 1–3 Sterne, 1 Monster)

So geht’s: Für das Spiel „Drei-Sterne-General“ teilt ihr euch zunächst in zwei Teams auf. Jede:r Spieler:in erhält geheim eine Karte, die seinen Rang bestimmt, vom einfachen Strich bis zum Drei-Sterne-General oder dem Monster. Die Spieler:innen bewegen sich frei im Gelände. Treffen zwei Gegner:innen aufeinander, vergleichen sie ihre Karten: Der höhere Rang gewinnt, erhält die gegnerische Karte und bringt sie zur eigenen Teambasis. Der oder die Verlierer:in kehrt ebenfalls zur Basis zurück und bekommt dort entweder eine neue Karte oder muss warten, bis das eigene Team eine Karte gewinnt.

Die Rangordnung ist entscheidend: Die Striche (1–10) sind die niedrigsten Ränge und schlagen sich untereinander nach Zahlenwert, eine höhere Zahl gewinnt gegen eine niedrigere. Gegen alle Generäle verlieren die Striche jedoch immer, das Monster können sie schlagen. Darüber stehen die Generäle mit ein bis drei Sternen: Der Ein-Sterne-General schlägt alle Striche und das Monster. Der Zwei-Sterne-General schlägt alle Striche, das Monster und zusätzlich den Ein-Sterne-General. Der Drei-Sterne-General ist die stärkste Karte, schlägt alle anderen Generäle sowie Striche, kann jedoch nur vom Monster besiegt werden. Das Monster ist eine Sonderrolle, es kann den Drei-Sterne-General schlagen, verliert aber gegen alle anderen Karten.

Das Spiel endet, sobald ein Team den gegnerischen Drei-Sterne-General und das Monster enttarnt hat und es schafft, den General mit dem eigenen Monster sowie das gegnerische Monster mit einer anderen Rolle zu schlagen. Am besten befindet sich in jeder Teambasis ein:e Leiter:in, um dem Team zu helfen und die Kärtchen zu verteilen.

Wer findet das Lösungswort?

Dauer: 10–15 Minuten

Du brauchst: Zettel, Stifte, Faden

So geht’s: Teilt euch in mehrere Teams ein und gebt jedem Team eine eigene Farbe. Auf dem Gelände werden zuvor Buchstaben auf laminierten Zetteln verteilt, gut sichtbar, aber auch leicht versteckt oder aufgehängt. Jedes Team sucht nur nach den Buchstaben in seiner Farbe. Sobald ein Teammitglied einen Buchstaben findet, bringt es ihn zur Team-Basis und notiert ihn dort auf einem Zettel. Alle Teammitglieder dürfen gleichzeitig suchen. Sobald genügend Buchstaben gesammelt wurden, versucht das Team, daraus das Lösungswort zusammenzusetzen. Gewonnen hat das Team, das als erstes das richtige Lösungswort vollständig herausfindet und aufschreibt.

Pizzaflitzer

Dauer: 20–30 Minuten

Du brauchst: Fingerfarben in Zutaten-Farbrichtungen (z. B. rot für Tomatensauce, gelb für Mais, weiß für Mozzarella usw.), ein nasses Tuch zum Wegwischen für den Mehlgeist

So geht’s: Die Spieler:innen verwandeln sich in Pizzaflitzer und starten zunächst als „leere Pizzaböden“ im Spielgebiet. Dort bewegen sie sich frei und suchen nach Zutaten, die von Helfer:innen verteilt werden (z. B. durch Farbpunkte im Gesicht). Jede:r Helfer:in steht für eine bestimmte Zutat und sie sind im Gelände versteckt, damit die Pizzaflitzer die Zutaten suchen müssen. Gleichzeitig ist der Mehlgeist unterwegs, der versucht, die Pizzaflitzer aufzuhalten und ihnen Zutaten wieder wegzunehmen, indem es Farbkleckse abwischt. Dies darf er jedoch nur bei Spieler:innen tun, die noch nicht alle Zutaten gesammelt haben.

Grünes Licht - rotes Licht

Dauer: 40 Minuten

Du brauchst: grüne und rote Lichter (z. B. Taschenlampen mit grünem und rotem Papier), evtl. Fingerfarben oder Papier für Punkte (Achtung: Wenn Fingerfarben verwendet werden, brauchen die roten Lichter nasse Waschlappen)

 

So geht’s: Mehrere Leiter:innen bewegen sich auf dem Gelände. Eine:r davon ist das rote Licht, die anderen sind grüne Lichter. Die Kinder versuchen, die grünen Lichter zu fangen. Gelingt ihnen das, erhalten sie einen Punkt, zum Beispiel durch einen Farbklecks oder ein Stück farbiges Papier.

Vor dem roten Licht müssen die Kinder weglaufen, denn dieses kann ihnen ihre gesammelten Punkte wieder abnehmen, indem es die Farbe entfernt oder das Papier einsammelt. Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln, ohne vom roten Licht erwischt zu werden.

Variante: Es kann zusätzlich ein „Switch-Licht“ geben. Dieses ist zunächst ein grünes Licht, wechselt jedoch zum roten Licht, sobald sich Kinder annähern.

Fahndl stehln

Dauer: 1 Stunde

Du brauchst: 2 Flaggen

So geht’s: Das Spielfeld wird in zwei Hälften geteilt und es werden zwei Teams gebildet. Jedes Team baut eine eigene Teambasis in seiner Spielhälfte, in der sich auch die eigene Flagge befindet. Ziel des Spiels ist es, die Flagge des gegnerischen Teams zu erobern und in die eigene Teambasis zu bringen.

Die Spieler:innen dürfen die Basis des eigenen Teams nicht betreten. In der eigenen Spielhälfte dürfen gegnerische Spieler:innen gefangen werden. Befinden sich Spieler:innen in der gegnerischen Spielhälfte, können sie selbst gefangen werden, dürfen aber ihrerseits nicht mehr fangen (außer in der Teambasis). Wird ein:e Spieler:in gefangen, ist er kurzzeitig ausgeschaltet und muss zurück zur eigenen Teambasis gehen. Von dort aus darf die Person wieder ins Spiel eingreifen.

Die Teambasen müssen einen Eingang haben, der mindestens einen Meter breit und hoch ist. Hat ein Teammitglied die gegnerische Flagge erobert, muss es diese in die eigene Teambasis bringen. Dabei darf es im gesamten Spielfeld gefangen werden. Wird eine Person mit der Flagge gefangen, muss sie diese fallen lassen. Die Flagge darf nicht geworfen werden, sondern nur direkt übergeben werden. Gewonnen hat das Team, dem es gelingt, beide Flaggen in die eigene Teambasis zu bringen.

Flüsterpost

Dauer: 5 Minuten

So geht’s: Die Gruppe sitzt oder steht im Kreis. Ähnlich wie bei der „Stillen Post“ wird eine Botschaft weitergegeben – diesmal denkt sich jedoch jede:r eine nette oder stärkende Nachricht für die Person rechts neben sich aus und flüstert sie ihr ins Ohr. So wandert eine Kette aus guten Worten durch den Kreis und jede Person bekommt am Ende eine persönliche Botschaft

Von: Johanna (Mitglied im Arbeitskreis Redaktion), April 2026

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